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Gewalt

Arten von Gewalt und warum es Dir hilft diese zu kennen!

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Selbstverteidigung ist Kopfsache!

Was Du tun kannst um Deine Angst zu bekämpfen

Erschienen im Juni 2020

Wenn ich das Wort Gewalt in den Raum werfe, denken die meisten Menschen direkt an körperliche Gewalt. Um diese wird es hier im Schwerpunkt auch gehen. Dennoch möchte ich andere Formen der Gewalt nicht ungenannt lassen.

 

Physische (körperliche) Gewalt:

Unter physischer Gewalt sind Angriffe aller Art, mit und ohne Waffen, zu verstehen. Es kann sich u.a. um Schläge, Kratzen, Beißen, Tritte, Stöße oder auch Würgeangriffe handeln.

 

Psychische (seelische) Gewalt:

Diese kann von Erniedrigungen und Demütigungen bis hin zu Beleidigungen und Drohungen reichen; auch Erpressung ist eine Form der physischen Gewalt.

 

Sexualisierte Gewalt:

Jede geschlechtsbezogene negative Sprache, Diskriminierung, verbale Belästigungen, ungewollte sexuelle Übergriffe – bis hin zur Vergewaltigung sind unter sexualisierter Gewalt zu verstehen. Nicht selten findet bei Übergriffen eine „Vermischung“ mit anderen Gewaltarten statt.

 

Stalking:

Stalking oder auch Cyber-Stalking bezeichnet das (oft anonyme) Nachstellen einer Person durch fortwährendes Aufsuchen/Auflauern, permanente Anrufe, eMails, WhatsApp Nachrichten oder SMS.

 

Soziale Gewalt:

Hierzu zählen die Begrenzung bzw. die Kontrolle von Kontakten und den persönlichen sozialen Netzwerken. Oftmals wird soziale Gewalt in Verbindung mit seelischer Gewalt (z.B. Erpressung durch eifersüchtige Menschen) ausgeübt.

 

Mobbing:

Beim Mobbing handelt es sich um einen sehr weit gefassten Begriff, der vieles von dem o.g. bereits beinhaltet. Es geht den Tätern beim Mobbing darum das Opfer wiederholt seelisch zu Quälen und zu verletzen. Nicht nur im privaten, sondern auch im beruflichen Umfeld findet Mobbing statt.

 

Beim Krav Maga geht es darum Menschen stark zu machen! So stark, dass sie sich gegen jede Form der Gewalt zur Wehr setzen können!

 

Grenzen, die wir bei einer (sich anbahnenden) körperlichen Auseinandersetzung ziehen, können wir auch bei anderen Arten der Gewalt ziehen.

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Doch wer wird eigentlich gewalttätig?

 

Es werden 3 verschiedene (Haupt-)Typen von Gewalttätern unterschieden:

 

  1. Menschen, die gelernt haben, dass für sie Gewalt eine Erfolgsstrategie ist.
  2. Menschen die sich schnell bedroht oder abgelehnt fühlen und über eine schlechte Impulskontrolle verfügen (das ist der größte Anteil).
  3. Psychopathen.

 

Aggressives Verhalten wird in der Regel durch Frustration oder Provokation ausgelöst. Je nach Veranlagung kann sich diese Aggression auf Gegenstände, andere Menschen oder auch gegen sich selbst richten. Die Gründe für aggressives Verhalten sind dabei vielfältig (z.B. wenn jemand einen anderen beschimpft, bestiehlt oder Gerüchte in die Welt setzt).

 

Durch Frustration und Provokation wird Ärger und Wut ausgelöst, die in aggressivem Verhalten enden kann. Aggressionen gegen einen anderen Menschen werden umso wahrscheinlicher, je wütender man ist und je mehr man diesen anderen Menschen für seine „Situation“ verantwortlich macht.

 

Da Wut impulsives handeln erleichtert, nutzen wir diese (im positiven) bei der Bewältigung eines (bevorstehenden) körperlichen Angriffs.

Durch das sogenannte „On“ gehen überlagern wir die Angst, die wir haben, durch Wut und erhöhen dadurch die Aktivität der Amygdala (Mandelkern). Die Amygdala ist unter anderem dafür zuständig Bedrohungen schnell zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten – wir werden gewissermaßen kampfbereit gemacht. Die Wut nimmt mit dem Beginn des aggressiven Verhaltens (also der körperlichen Aktivität) jedoch ab, wodurch wir wieder die kognitive Kontrolle zurückgewinnen.

 

Gewalt von Einzeltätern (ggf. aus einer Gruppe heraus)

 

Bei gewalttätigen Auseinandersetzungen spielt Dominanz eine große Rolle; insbesondere, wenn es sich bei den Beteiligten um (junge) Männer handelt.


Dabei laufen Gewalttaten nach einem festgelegten Muster ab.

 

Zunächst wird das Ziel ausgewählt; hierbei werden Personen, die äußerlich als leichtes Opfer erscheinen ausgewählt. Es wird Blickkontakt aufgenommen und bewertet, ob es sich wirklich um ein Opfer handelt.

 

Danach kann die sogenannte Observierung erfolgen. Hier schaut sich der Täter die Gesamtsituation an, bewertet diese und bricht ggf. weitere Maßnahmen ab. Wenn zu dem potenziellen Opfer beispielsweise weitere Personen hinzustoßen, könnte das der Fall sein.

 

Entscheidet sich der Täter dafür weiterhin eine Gewalttat zu verüben, bringt er sich in eine vorteilhafte Position. Aus dieser Position erfolgt oft noch mal ein Test bzw. eine Manipulation des Opfers. „Was guckst Du?“ ist hier wohl der Klassiker. Auch jetzt ist es noch immer möglich, dass der Täter seine Tat aufgrund des Verhaltens vom Opfer abbricht.

 

Ist dies nicht der Fall greift der Täter das Opfer an und es kommt zu körperlicher Gewalt; die in einem Gewalt-Exzess (z.B. Sprünge auf den Kopf des am Boden liegenden Opfers, etc.) enden kann aber nicht muss. Anschließend entfernt der Täter sich vom Tatort.

 

Und was können wir tun?

 

Sobald wir merken, dass wir als Ziel ausgewählt wurden, müssen wir sofort aktiv werden und versuchen uns der drohenden Gefahr zu entziehen. Wir müssen uns jedoch schon jetzt darauf vorbereiten, dass es zu einem Kampf kommt.

 

Sollte sich der Täter in eine für ihn vorteilhafte Position begeben wollen – wie den einzigen Ausgang versperren, müssen wir schauen, dass wir uns möglichst noch besser positionieren. Zudem haben wir jetzt die Möglichkeit Dritte hinzuzuziehen oder uns anderweitig Hilfe zu holen. Zu beachten ist jedoch, dass wir während der gesamten Zeit kampfbereit bleiben und beginnen uns zum Angreifer auszurichten. Außerdem legen wir einen „Auslöser“ fest, bei dem wir unsererseits aktiv handeln werden. Dieser kann so aussehen, dass wir eine Grenze festlegen, die der Angreifer nicht überschreiten darf. Sollte er es doch tun, können wir beispielsweise mit einem „Kick to the nuts“ darauf reagieren.

 

Sollte es zu einem Übergriff kommen müssen wir entschlossen handeln und um unser Leben kämpfen! Dabei sollten keine reinen Defensivkonzepte zur Abwehr erfolgen, da es ab einem gewissen Punkt schwierig ist da wieder raus zu kommen und aktiv zu handeln.

 

Gruppengewalt gegen Außenstehende

 

Bei der Gewalt einer Gruppe geht es wieder um eine Machtdemonstration, bei der die Sicherheit der Gruppe genutzt wird. Hier geht es i.d.R. darum, dass jeder zeigen kann, dass er für die Gruppe bereit ist zu kämpfen.

 

Nicht selten gibt es in Gruppen jedoch auch Einzeltäter, die zeigen wollen, wie „hart“ sie sind. Diese Täter wollen sich in der Gruppe einen Namen machen und für ihre Brutalität gefürchtet werden. Es wird ein Opfer gesucht, um massive Gewalt zu demonstrieren.

 

Gewalt im Rahmen von Raubdelikten

 

Bei Raubdelikten geht es darum, dass der Täter seine Beute mit einem möglichst geringen Risiko erhält. Ein Täter wird sich sein Opfer genau anschauen und abschätzen, wie hoch das Risiko für ihn selbst ist. Für das unaufmerksame Opfer wird die Tat immer überraschend erfolgen. Ziel des Täters ist es durch Gewaltandrohung oder-ausführung dem Opfer einen finanziell wertvollen Gegenstand oder Geld zu stehlen.

Hier kann schon der Blickkontakt zum Täter (wir haben den Täter bemerkt, es fehlt das Überraschungsmoment) ausreichen, um eine Tat zu verhindern.

 

Gewalt im Rahmen von anderen Delikten

 

Es handelt sich um Täter, die keinen finanziellen, sondern körperlichen und/oder seelischen Schaden zufügen möchten. Es handelt sich um Mörder, Serienkiller und Vergewaltiger. Auch hier ist es besonders wichtig nicht zu vertrauensselig zu sein und immer aufmerksam zu bleiben. 

 

Verzweiflungsgewalttaten

 

Diese Gewalttaten können daraus resultieren, dass man jemanden in die Enge treibt.

Dabei gibt es Menschen, die sich ihrem Schicksal ergeben und nicht kämpfen. Das sind die, deren Mindset „falsch“ programmiert ist. Da hört man Sätze wie: „Der ist doch eh viel stärker, da habe ich doch keine Chance.“ oder „Gegen mehrere Angreifer kann man eh nichts machen.“


Und dann gibt es die anderen, die in so einer Situation kämpfen wie ein in die Ecke gedrängtes Tier; ohne Rücksicht auf Verluste, eigene Verletzungen oder Schmerzen. Diese Person will eigentlich keine Gewalt ausüben, wird jedoch dazu gedrängt.

 

Auch hier gibt es noch vieles, was man dazu schreiben kann und ich erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wichtig ist es jedoch zu wissen, wie Gewalttaten ablaufen und das dieser Ablauf grundsätzlich immer gleich ist, d.h. wir haben die Möglichkeit zu handeln.

 

Doch egal was Ihr tut, handelt niemals halbherzig, sondern immer mit allem was in Euch steckt!


Bitte bleibt gesund und passt auf Euch auf!


ALWAYS BE READY!


Euer Dirk

 

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